{"id":99,"date":"2017-03-31T18:03:13","date_gmt":"2017-03-31T16:03:13","guid":{"rendered":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=99"},"modified":"2020-01-05T13:28:08","modified_gmt":"2020-01-05T12:28:08","slug":"meditation-lernen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=99","title":{"rendered":"Meditieren lernen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-246 aligncenter\" src=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Fotolia_162453174_M-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"648\" height=\"432\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Fotolia_162453174_M-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Fotolia_162453174_M-300x200.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Fotolia_162453174_M-768x512.jpg 768w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Fotolia_162453174_M.jpg 1688w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Meditation ist gar nicht so schwer, wie man vielleicht glaubt. Jeder kann im Prinzip sofort damit beginnen, denn die Vielfalt an m\u00f6glichen \u00dcbungen ist schier grenzenlos und viele davon sind technisch betrachtet auch ohne Anleitung m\u00fchelos umsetzbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Oft h\u00f6rt man: \u201eMeditation? Oh, das sollte ich auch mal machen!\u201c Warum, wenn es doch eigentlich so einfach ist und wenn so viele instinktiv wissen, dass es Ihnen guttun w\u00fcrde, praktizieren dennoch vergleichsweise wenige? Der Schl\u00fcssel liegt in der Direktheit, mit der Meditation uns mit den pers\u00f6nlichen inneren Themen konfrontiert. Auch das wissen die meisten Menschen instinktiv, selbst wenn sie bisher noch nie meditiert haben. Der Entschluss zu Meditieren ist ein Entschluss, den inneren Fokus auf sich selbst zu richten. Davor scheuen sich viele, denn das bedeutet auch, sich mit den Seiten von sich selbst zu befassen, die man nicht mag oder am liebsten gar nicht sehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ob man nun hinsieht oder nicht, auch die unangenehmen Teile sind immer da und sie beeinflussen uns, ob wir nun wollen oder nicht. Regelm\u00e4\u00dfige Meditation ist ein Weg, sich mit diesen Teilen auszus\u00f6hnen. Die Sichtweise auf uns selbst ver\u00e4ndert sich nach und nach, der Umgang mit uns selbst nimmt neue Formen an. Alles was wir ben\u00f6tigen liegt in uns bereit. Man braucht keinen Meister und man braucht auch kein besonderes Umfeld. Meditation geht fast \u00fcberall im Leben. Was auch immer uns davon gerade abh\u00e4lt, es zu tun \u2013 es ist fast immer nur eine Ausrede, denn Meditation geschieht in unserem Inneren und somit ganz automatisch abgeschottet von allem, was um uns herum gerade geschieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Im Folgenden m\u00f6chten wir ein paar Anregungen und Techniken auff\u00fchren, die f\u00fcr einen Einstieg sehr gut geeignet sind.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Allgemeine Hinweise<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Meditation ist nicht an bestimmte k\u00f6rperliche Haltungen gekn\u00fcpft. Weder ist es wichtig, im Lotussitz zu praktizieren noch m\u00fcssen die Finger eine bestimme Stellung einnehmen. Du kannst Meditation im Liegen durchf\u00fchren, besser aber aufrecht sitzend. Es ist dabei ganz normal, wenn es am Anfang nach kurzer Zeit im K\u00f6rper anf\u00e4ngt zu zwicken oder einem pl\u00f6tzlich alles M\u00f6gliche weh tut. Das geh\u00f6rt dazu und ist ein gutes Zeichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Leitsatz zu den \u00dcbungszeiten lautet: \u201eRegelm\u00e4\u00dfigkeit geht vor Intensit\u00e4t.\u201c. Dies bedeutet, dass man gerade am Anfang ruhig mit sehr kurzen Zeiten beginnen kann (Beispielsweise 5 oder 10 Minuten). Daf\u00fcr sollte man gleich versuchen, nicht nur einmal in der Woche zu praktizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wie gut man eine Technik beherrscht ist nicht so wichtig. Gerade die Schwierigkeiten sind es, die uns weiterbringen und in denen sich unser Leben auf die ein oder andere Weise wiederspiegelt. Sich Zeit lassen, mehr Beobachten und weniger Beurteilen, das sind gute Begleiter beim Meditieren.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Atem-Meditation<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Atem-Meditation ist sicherlich eine der bekanntesten \u00dcbungen, von der es viele Varianten gibt. Die Einfachheit der \u00dcbung f\u00fchrt uns schnell an die Kernprobleme in unserem Leben. Gleicherma\u00dfen ist sie so komplex, dass man nur alleine mit dieser \u00dcbung eine vollst\u00e4ndige Verwandlung erfahren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ziel der \u00dcbung ist es, seine Aufmerksamkeit vollst\u00e4ndig auf die eigene Atmung zu richten. Man versucht den Atem zu h\u00f6ren und zu f\u00fchlen, beobachtet wie der K\u00f6rper atmen, sp\u00fcrt wie der Atem flie\u00dft. Dabei versucht man die Atmung nicht zu beeinflussen. Nur beobachten \u2013 nicht selbst steuern. Falls das nicht funktioniert, hilft es am Anfang bewusst tief einzuatmen und dann die Luft etwas anzuhalten, bis der K\u00f6rper signalisiert, dass er Ausatmen will. Dann l\u00e4sst man ihn genau das tun. Ebenso geht man nach dem Ausatmen vor. Nach und nach schwingt man sich dann mit dem K\u00f6rper ein.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Logbuch<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Das Schreiben w\u00fcrde man jetzt nicht unbedingt in einem Atemzug mit Meditation erwarten. Doch genauso ist es, vor allen Dingen f\u00fcr Menschen die gerne und viel Denken. Das Logbuch unterscheidet sich dabei deutlich vom Tagebuch. Es geht weniger darum t\u00e4glich festzuhalten, was man getan hat sondern vielmehr darum, die Gedanken so wie sie einem durch den Kopf geistern zu Papier zu bringen. Motto ist hier: \u201eSchreibe auf was Dich besch\u00e4ftigt!\u201c Das Logbuch ist dabei in erster Linie f\u00fcr einen selbst da. Man schreibt nicht f\u00fcr andere.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-299\" src=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-1024x683.jpg\" alt=\"Logbuch\" width=\"648\" height=\"432\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-300x200.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-768x512.jpg 768w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M.jpg 1688w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die gro\u00dfe St\u00e4rke des Schreibens liegt im Entwirren der Gedanken. Im Kopf k\u00f6nnen sie sich n\u00e4mlich frei und leidenschaftlich im Kreis drehen, stundenlang, tagelang, ohne dass etwas Neues dazukommen w\u00fcrde. Beim Schreiben fallen Wiederholungen schnell auf und dann ist man gezwungen sich weiter zu bewegen. H\u00e4ufig f\u00fchrt dies zu neuen Sichtweisen oder Erkenntnissen. Au\u00dferdem gibt es einem sp\u00e4ter die M\u00f6glichkeit zur\u00fcck zu bl\u00e4ttern, wodurch Erinnerungen und Fortschrittsverst\u00e4ndnis gleicherma\u00dfen aktiviert werden.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Kerzenmeditation<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Diese Meditation ist ebenso wie die Atem-Meditation sehr weit verbreitet. Sie sollte im Stehen oder Sitzen durchgef\u00fchrt werden. Dabei stellt man eine brennende Kerze so auf, dass sie gut sichtbar und m\u00f6glichst Zuggesch\u00fctzt ist. Nun geht es darum sich auf das Kerzenlicht zu konzentrieren. Der Blick richtet sich ausschlie\u00dflich auf das Licht und weicht davon nicht ab. Auch die Gedanken sollten m\u00f6glichst bei der \u00dcbung sein, was einfacher klingt als es ist. Auch wenn die sonderbarsten Gedanken aufkommen sollten oder die Aufmerksamkeit pl\u00f6tzlich ganz woanders erwacht \u2013 einfach immer wieder zum Kerzenlicht zur\u00fcckf\u00fchren und weiter\u00fcben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Diese Technik st\u00e4rkt unsere Konzentrationsf\u00e4higkeit und ist ein offensiver Angriff, um den ruhelosen Geist etwas besser unter Kontrolle zu bekommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-301\" src=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_162428257_M-1024x683.jpg\" alt=\"Meditation mit Kerze\" width=\"648\" height=\"432\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_162428257_M-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_162428257_M-300x200.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_162428257_M-768x513.jpg 768w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_162428257_M.jpg 1687w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Weiterf\u00fchrende Kerzenmeditation<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Wenn die Kerzenmeditation gut gelingt, kann man einen Schritt weitergehen und zwischendurch immer wieder die Augen schlie\u00dfen. Dabei versucht man die Kerze in Gedanken weiter zu sehen. Man k\u00f6nnte auch sagen, die Kerze auf einer anderen Ebene sehen. Die Technik nennt sich Visualisieren und ist Grundlage vieler weiterf\u00fchrenden Techniken. Es f\u00f6rdert neben der erh\u00f6hten Konzentrationsf\u00e4higkeit u. a. auch das Vorstellungs- und Erinnerungsverm\u00f6gen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Rekapitulation<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Bei dieser \u00dcbung ist es nicht von Bedeutung, ob man sitzt, steht oder liegt. Sie eignet sich auch gut, um sie abends im Bett vor dem Einschlafen zu praktizieren. Im Kern besteht die \u00dcbung darin, sich vom Hier und Jetzt aus in der Erinnerung schrittweise r\u00fcckw\u00e4rts zu bewegen. Dabei l\u00e4uft das Erinnern nicht wirklich r\u00fcckw\u00e4rts ab. Vielmehr sind es Spr\u00fcnge, in denen man vom Jetzt allm\u00e4hlich zur\u00fcckgeht. Dabei versucht man m\u00f6glichst viele Details zu reaktivieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-300\" src=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-1024x584.jpg\" alt=\"Meditation-Rekapitulation\" width=\"648\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-1024x584.jpg 1024w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-300x171.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-768x438.jpg 768w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M.jpg 1825w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">F\u00fcr die R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung gibt es drei Gr\u00fcnde. Zum einen l\u00e4uft sie entgegen der typischen Denkmuster, was die Gefahr des Abwanderns ins Tr\u00e4umen etwas reduziert. Zum anderen entspricht es der Richtung, mit der man sich auch durch Erinnerungsmuster an Erinnerungsketten entlang hangelt. Selbst der Sprung in fr\u00fchere Leben ist auf diesem Weg irgendwann m\u00f6glich. Und der dritte Grund ist das Erinnern an Tr\u00e4ume. H\u00e4ufig sind es nur noch die letzten Momente eines Traumes, die es bis in den Wachzustand schaffen. Auch hier ist bietet die Technik ein gutes Training, um das Erinnern an Tr\u00e4ume zu verbessern.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ein gutes Zeitfenster, welches man bei der \u00dcbung rekapituliert, sind die letzten 24 Stunden. Dabei ist es nicht so wichtig, ob man wirklich bis zum Anfang gelangt. Manchmal sind die Details zu fesselnd und lassen einen dadurch nicht los. Rekapitulation ist letztlich eine Form der Aufarbeitung und hilft Erlebtes zu ordnen, um sich selbst wieder ein St\u00fcck zu entschleunigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meditation ist gar nicht so schwer, wie man vielleicht glaubt. Jeder kann im Prinzip sofort damit beginnen, denn die Vielfalt an m\u00f6glichen \u00dcbungen ist schier grenzenlos und viele davon sind technisch betrachtet auch ohne Anleitung m\u00fchelos umsetzbar. Oft h\u00f6rt man: \u201eMeditation? 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