{"id":348,"date":"2017-07-10T19:03:45","date_gmt":"2017-07-10T17:03:45","guid":{"rendered":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=348"},"modified":"2017-07-25T16:07:43","modified_gmt":"2017-07-25T14:07:43","slug":"lichttor-ravensbrueck-mai-2003","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=348","title":{"rendered":"Lichttor Ravensbr\u00fcck (Mai 2003)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Eine gute \u00dcbung meinen Gedanken n\u00e4her zu r\u00fccken, d\u00fcrfte das Niederschreiben der Erlebnisse am Samstag-Mittag sein. Da n\u00e4mlich war ich mit einigen Leuten in Ravensbr\u00fcck, im ehemaligen Frauen-KZ. In meinem Kopf wies ich jegliche Einordnung dessen was wir da taten von mir. Auch konnte ich es bisher keinem erz\u00e4hlen, weil ich mich schon im Ansatz selbst ablehnte und nur ein kurzes oberfl\u00e4chliches Gew\u00e4sch herausfand.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bereits im Verlauf der letzten Woche sp\u00fcrte ich ein unangenehmes Dr\u00fccken in mir. Ich nutze es, um meine Gelassenheit zu sch\u00e4rfen und befasste mich nicht gro\u00dfartig damit. Ich wartete ab, ob es sich von selbst offenbaren w\u00fcrde. Der Druck nahm auch immer mehr zu und mit ihm wandelten sich auch die Tr\u00e4ume. Sie wurden angreifend und unangenehm. Am Donnerstag schlie\u00dflich tr\u00e4umte ich von Ameisen, die an beiden Armen unter der Haut hausten. Erst interpretierte ich den Traum als klare Aussage, dass ich der Belastung am Samstag nicht gewachsen sein w\u00fcrde, merkte aber schnell, dass ich den Zusammenhang nicht wirklich erfasst hatte. Schlie\u00dflich entschied ich, den Ameisen nach Innen nachzugehen und fand eine offene T\u00fcr. Ich empfand sie wie eine Art Kanal, Verbindung, die so bisher nicht wahrgenommen wurde. In meiner Erinnerung an das letzte Lichttor fiel mir auf, dass ich durch Konzentration und Disziplin jede Wahrnehmung unterdr\u00fcckte. Das gab mir Stabilit\u00e4t, gleichzeitig kostete es eine Menge Kraft. Die Ameisen f\u00fchrten mich zu einer der verdr\u00e4ngten Kan\u00e4le und fast von selbst f\u00fcgte sich die Wahrnehmung ins Bewusstsein ein. Wohl aus dem Grunde, weil ich keine Angst vor dem hatte, was da durchkam.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-300\" src=\"http:\/\/www.avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-1024x584.jpg\" alt=\"Lichttor, Energetische Reinigung\" width=\"648\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-1024x584.jpg 1024w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-300x171.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-768x438.jpg 768w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M.jpg 1825w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Jedenfalls ging ich noch am Freitag in meinen Gedanken durch diese T\u00fcr. Ich fand dahinter ein Lager. F\u00fcr mich war dieses Lager das in Ravensbr\u00fcck. Ich ging also in dieses Lager und suchte nach Leben. In dunklen und verlassenen Winkeln fand ich Menschen, die v\u00f6llig ver\u00e4ngstigt und kraftlos zusammengekauert am Boden hockten. Ich sprach mit ihnen und versuchte ihnen mitzuteilen, dass sich vieles ver\u00e4ndert hat. Dass sie keine Angst mehr haben m\u00fcssten und das wir sie brauchen. Die Worte umschrieben dabei Gef\u00fchle, die ich in mir wahrnahm. Nach und nach kamen sie aus ihren Verstecken vor und versammelten sich um mich. Ich verlie\u00df daraufhin das Lager und kehrte zur\u00fcck ins Realbewusstsein. Als erstes bemerkte ich, dass der Druck weg war. Ich f\u00fchlte mich ersch\u00f6pft, dennoch aber ruhig und zufrieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Am Samstag trafen wir uns also dann real in Ravensbr\u00fcck. Das Wetter war passend. Es regnete, war sehr windig und kalt. Ich verstand diese Umst\u00e4nde, ebenso wie die lange Reise als Beweis unseres Wollens. Insgesamt waren wir 14 Leute davon 3 M\u00e4nner. Wie schon beim letzten Mal hatte Karin alles hervorragend durchdacht. In diesen Dingen hat sie ein wirklich gutes H\u00e4ndchen. Ihre Vorstellungen deckten sich immer mit dem was \u201efehlte\u201c. Kaum angekommen l\u00f6ste sie die Gruppe wieder auf und jeder bekam 20 Minuten Zeit das Lager zu durchwandern und sich \u201eeinzustimmen\u201c. Das war mir sehr recht. Ich folgte sofort meinem Gef\u00fchl und latschte durchs Gel\u00e4nde. Dadurch hatte ich Gelegenheit meine Einstellung und meine ersten Eindr\u00fccke zu ordnen. Verwunderlich war n\u00e4mlich, dass ich diesmal kein Bed\u00fcrfnis versp\u00fcrte, Kraft zu aktivieren. Im Gegenteil. Innerlich f\u00fchlte ich Frieden und Ruhe. Schlie\u00dflich verstand ich, dass unsere Aufgabe nicht darin lag, Mitleid und Trauer zu verbreiten, sondern Liebe und Licht. Mit einem Mal drehte sich in mir alles und ich war pl\u00f6tzlich fr\u00f6hlich und ausgelassen. Aus dem Latschen wurde Schlendern und aus der Vorsicht Gelassenheit. Ich ging daraufhin in ein Geb\u00e4ude, was das eigentliche Heim gewesen sein soll. Die obere Etage interessierte mich nicht. Ich ging sofort in den unteren Bereich, wo sich die Zellen befanden. Ich stellte mich an die erste T\u00fcr und wartet. Nach einiger Zeit f\u00fchlte ich die Dunkelheit und den Schmerz. Ich ging in Gedanken hinein und begann Dunkelheit und Schmerz zu vertreiben. So lief ich von Zelle zu Zelle und reinigte sie bis ich das Gef\u00fchl hatte, alles getan zu haben, bis in mir Ruhe und Zufriedenheit da war. Daraufhin verlie\u00df ich das Geb\u00e4ude und gelang auf einen gro\u00dfen Platz. An der Seite des Platzes waren weitere l\u00e4ngliche Geb\u00e4ude. Das eine davon war als ehemalige Krankenstation erkl\u00e4rt, das andere sollte zu Menschenexperimenten benutzt worden sein. Der Zugang war zu diesen Geb\u00e4uden nicht m\u00f6glich. Ich ging aber wieder in Gedanken hinein. Die Dunkelheit war wie in den Zellen unheilvoll und tief. Trotz gro\u00dfer Anstrengung gelang es mir nicht, die Dunkelheit vollst\u00e4ndig zu vertreiben. Zumindest den Schmerz konnte ich l\u00f6sen. Damit waren die 20 Minuten herum und das eigentliche Ritual begann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ich war schon ziemlich ersch\u00f6pft, beachtete das aber nicht weiter. Mit der Gruppenarbeit hatte ich diesmal wenig Probleme. Ich schloss mich einfach konsequent aus den Handlungen aus, die mir \u00fcberhaupt nicht lagen und bei den anderen stieg ich voll mit ein. Karin rief ein paar Wesenheiten, die ich nicht wahrnehmen konnte. Mir schien es daran zu liegen, dass ich keinen Bezug zu ihnen fand. Der eine von ihnen war das Wesen der Ausdehnung. Er sprach durch Karin auch eine ganze Weile und ich dachte dabei nur: \u201eBist Du bald fertig?\u201c. Ich konnte dem was er sagte nichts N\u00fctzliches entnehmen. Auf das Kommando hin, dass wir die Lichts\u00e4ule entstehen lassen sollten, versuchte ich dies auch kurzzeitig. Schnell stellte ich fest, dass es nichts brachte. Ich wollte erst wie gewohnt das Tor \u00f6ffnen, merkte aber auch da, dass innerlich keine \u00dcbereinstimmung da war. Also folgte ich meinem Gef\u00fchl und ging erneut in Gedanken durch die Geb\u00e4ude. Ich holte die Menschen aus den Zellen und begleitete sie zur S\u00e4ule. Zum ersten Mal ging ich auch selbst mit durch und empfand es als befreiend und angenehm. Ich ging auch in die Krankenstation und schleppte mit einigen anderen Kranke und Verletze bis zur S\u00e4ule. Ich versuchte die Leute anzuspornen ihre Kr\u00e4fte noch mal zu mobilisieren und sich die Meter bis zur S\u00e4ule zu schleppen. Ich \u00fcberlegte auch Hilfe zu holen. Ich wusste aber dass jede Kraft bedrohlich und ver\u00e4ngstigend wirken w\u00fcrde. Lediglich Maria holte ich als Kraft. Sie gab mir mehr Licht und die Ausstrahlung von Hoffnung, was zumindest mir half. Als ich innerlich wieder zur\u00fcckkehrte, begann der Wind immer st\u00e4rker zu werden. Irgendwie kam mir der Gedanke in den Kopf, es w\u00e4re der Sturm des Vergessens. Ich empfand den Wind als zunehmenden Widerstand, der aber nicht mit meinem Gef\u00fchl konform lief. Nach einiger Zeit des Verharrens schoss ich wieder aus mir heraus, getrieben durch eine m\u00e4chtige Kraft. Ich empfand es als Wut und Zorn. Ich wurde immer gr\u00f6\u00dfer, lauter und dunkler. Ich br\u00fcllte (in Gedanken) aus Leibeskr\u00e4ften. Es war ein kl\u00e4rendes Br\u00fcllen. Es l\u00f6ste das Spannungsgef\u00fchl Opfer \/ T\u00e4ter auf. Ich hatte den Eindruck als h\u00e4tte ich bei diesem Ausbruch eine Grundordnung hergestellt. Ist etwas schwer zu beschreiben. Als ich wieder zur\u00fcck war, sp\u00fcrte ich tiefe Ruhe in mir. Immer wieder dr\u00e4ngten sich w\u00e4hrend der Zeremonie Bilder auf, die den Kreis als schwebend wahrnehmen lie\u00df. Diese verdr\u00e4ngte ich jedes Mal, aber irgendwie wurde ich sie nicht los. Als der Kreis schlie\u00dflich aufgel\u00f6st wurde und wir zur\u00fcck zu den Autos liefen, hatte ich erneut ein solches Bild, bei dem sich alle 14 wie eine immense Kraft anf\u00fchlten und zielstrebig \u00fcber den Platz \u201eschwebten\u201c. Dieses Schweben hat mich stark verwirrt, weil das so gar nicht in meine gewohnten Wahrnehmungen passt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Damit war das Ritual beendet. Die Lichts\u00e4ule blieb stehen, steht vom Gef\u00fchl her immer noch. Ich suche seither nach Zusammenh\u00e4ngen und Klarheit. Die vielen Eindr\u00fccke passen sich so ganz und gar nicht in meine bisherige Weltsicht ein. Weder will ich mich darauf einlassen, dass was ich gesehen habe tats\u00e4chlich als die Seelen Verstorbener anzusehen, noch kann ich sehen, dass es ausschlie\u00dflich meine eigenen Bilder waren. Auch die Idee das es sich um einfache Energiepr\u00e4gungen handle f\u00fchlt sich leer und gegenstandslos an. Da bin ich wirklich in eine haarstr\u00e4ubende Situation geschlittert. Ich bin nicht mehr in der Lage eine Welt aus Glaubenskonstrukten aufzubauen, kann aber im Gegenzug das fehlende Wissen nicht erkennen. Ein Punkt dabei ist sicher meine Angst vor dem was ich sehen w\u00fcrde. Dieser Punkt jedenfalls l\u00e4sst mich nicht mehr los. Ich wei\u00df das die S\u00e4ule nicht umsonst noch steht. Mein Gef\u00fchl zieht mich zur\u00fcck durch die T\u00fcr, damit ich weitere Leute aus den beiden letzten Geb\u00e4uden hole. Gleichzeitig zucke ich nur mit den Schultern, weil ich es als Hirngespinst verwerfen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gute \u00dcbung meinen Gedanken n\u00e4her zu r\u00fccken, d\u00fcrfte das Niederschreiben der Erlebnisse am Samstag-Mittag sein. Da n\u00e4mlich war ich mit einigen Leuten in Ravensbr\u00fcck, im ehemaligen Frauen-KZ. In meinem Kopf wies ich jegliche Einordnung dessen was wir da taten von mir. 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