{"id":342,"date":"2017-07-10T18:42:41","date_gmt":"2017-07-10T16:42:41","guid":{"rendered":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=342"},"modified":"2017-07-25T16:07:11","modified_gmt":"2017-07-25T14:07:11","slug":"lichttor-auf-dem-teufelsberg-april-2003","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=342","title":{"rendered":"Lichttor Teufelsberg (April 2003)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Am gestrigen Morgen war ich zu einem Treffen mit ein paar anderen Leuten, um auf dem Teufelsberg ein sogenanntes Lichttor zu \u00f6ffnen. Ich war sehr aufgeregt, da ich schon im Vorfeld ahnte, welche Probleme mir das Hantieren in einer Gruppe machen w\u00fcrde. Ich vermied eine lange Vorbereitung \u2013 h\u00e4tte eh nichts gebracht. Der Sinn des Lichttores war implizit f\u00fcr tote Seelen ein Tor zu schaffen, dass sie den Weg ins Licht f\u00e4nden. Diese Erkl\u00e4rung hat mir allerdings nicht viel genutzt, da ich weder wei\u00df was tote Seelen sind, was sich in meinem Kopf tats\u00e4chlich abspielt und noch weniger was in besagtem Licht vor sich geht. Mich trieb etwas anderes dahin. Ich wusste nur, es ist meins, irgendwie. Alles Weitere lie\u00df ich diesmal auf mich zukommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Insgesamt waren wir 12 Leute (mit mir 3 M\u00e4nner und 9 Frauen). Die Leiterin der Gruppe kannte ich von der Messe. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch und die Gruppenarbeit hat diesen Eindruck nochmals verst\u00e4rkt. Mit dem Ablauf hatte ich so meine Probleme. Ich merkte wie ich \u00fcberhaupt nicht gewohnt bin, mit anderen Menschen auf einer geistigen Ebene zusammen zu arbeiten. Zumal das Vorgehen aus Handlungen bestand, die mir v\u00f6llig befremdlich erschienen. Vorweg, dass ganze dauerte so etwa eine Stunde. Es war recht kalt und windig auf dem Berg, na ja ich sag mal lieber H\u00fcgel. Wir standen auf einer gro\u00dfen Wiese und bildeten einen Kreis von ca. 3 m Durchmesser, mit dem Gesicht zur Mitte. Der Kreis musste geschlossen gehalten werden, indem wir die Nachbarn an die Hand nahmen. Dabei sollte die jeweils rechte Hand oben sein. Das war kein Problem, aber die linke unten zu halten, machte mir schon die ersten Schwierigkeiten. Ich grinste nur in mich hinein, als ich merkte wie ungewohnt es f\u00fcr mich ist, die Hand in der Position des \u201eGef\u00fchrten\u201c zu halten. Bevor der Kreis geschlossen wurde, bekam jeder eine sogenannte Rassel in die Hand. Damit wurde dann f\u00fcr gut 10 Minuten lang einfach nur Krach gemacht. Die Leiterin sang dabei ein kurzes Lied, klang sehr schamanisch. Allgemein war die Runde sehr musikalisch. Die ganze Zeit wurde wenigstens eine Melodie gesummt. Das empfand ich als sehr angenehm und stie\u00df mich auf mein gewohntes \u201eAnstrengen\u201c und Konzentrieren, wenn ich etwas bewirken will. Das Rasseln sollte als eine Art Dank an Mutter Erde betrachtet werden. Mein Kopf kreiste wie wild in diesen 10 Minuten. Ich kam mir teilweise bl\u00f6d vor mit dem erbsengef\u00fcllten Plastikbeh\u00e4lter unrhythmisch herum zu wedeln. Ich verdrehte mich selbst dann notgedrungen. Ich erinnerte mich an meine Vorstellung, wie ich denn w\u00e4re, wenn ich als Frau auf die Welt gekommen w\u00e4re. In dieser \u201eRolle\u201c fiel es mir sehr viel leichter, den Anweisungen zu folgen. Nachdem das Rasseln beendet war, wurde wie gesagt der Kreis geschlossen und die Position bis zum Schluss nicht mehr verlassen, von keinem. Das hat mich schon sehr erstaunt. Es war schlie\u00dflich nicht gerade eine Uhrzeit, um mal zur Belustigung auf einen H\u00fcgel zu steigen (fr\u00fch gegen 5:00 Uhr), zudem noch kalt und windig. Zuschauer gab es auch keine. Trotzdem hielten alle ohne Ausnahme durch&#8230; Als der Kreis dann also geschlossen war, wurde eine aus meiner Sicht umfangreiche Erdungs\u00fcbung (visuell unter Anleitung) gemacht. Ich hatte so meine Probleme, mich die ganze Zeit darauf zu konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-300\" src=\"http:\/\/www.avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-1024x584.jpg\" alt=\"Lichttor, Energetische Reinigung\" width=\"648\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-1024x584.jpg 1024w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-300x171.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M-768x438.jpg 768w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_129882580_M.jpg 1825w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Danach rief die Leiterin einige Wesen herbei. Ich erinnere mich nur noch an den Engel des Platzes auf dem wir standen. Den konnte ich als einzigen der Genannten auch wahrnehmen. Er sah gelassen aus und stellte sich vielleicht so 10 Meter abseits des Kreises hin (so nahm ich es wahr). Ich fragte ihn in Gedanken ob es ok sei, was wir hier tun. Und er vermittelte das Gef\u00fchl, er h\u00e4tte kein Problem damit. Allerdings tat er auch nicht so, als w\u00e4re er gro\u00df an dem interessiert was tun w\u00fcrden. Danach forderte die Leiterin uns auf, eine S\u00e4ule aus Licht aus dem Himmel nach unten direkt in unsere Mitte zu Visualisieren. Damit begann das \u201eDrama\u201c. Ich gab mir alle M\u00fche, es wurde auch eine S\u00e4ule daraus, aber diese machte nicht den Eindruck (Gef\u00fchl), als k\u00f6nne sie irgendetwas aus der Reserve locken. Kurzum sie war l\u00e4cherlich. Ich nahm die ganze Zeit \u00fcber nichts von dem wahr, was die \u00fcbrigen Leute im Kreis sahen. Nach einigen verzweifelten Versuchen entschloss ich mich es doch so zu machen, wie ich es eigentlich gewohnt war. Ich stellte mir ein Tor vor und das ging sofort ganz leicht und ohne jede Anstrengung. Ich w\u00fcrde es eher als \u201ezulassen\u201c beschreiben. Kaum war das Tor offen, \u201esah\u201c ich einen Strom aus Energie \/ Licht durch das Tor str\u00f6men. Beim genaueren Hinsehen meinte ich Gestalten zu sehen. Sie kamen aus dem Licht des Tores und bewegten sich sehr schnell in alle Richtungen. Ein bisschen Angst machten sie mir allerdings, ich wei\u00df nicht warum. Als sie durch waren, richtete ich automatisch meine Aufmerksamkeit nach Au\u00dfen und sp\u00fcrte wie sich von selbst \u00fcber mich lauter kleine Tore \u00fcber der Stadt \u00f6ffneten. Jedes weitere Tor lie\u00df in mir ein Gef\u00fchl von Zufriedenheit st\u00e4rker werden. Ich breitete meine Vorstellung bis in die Ewigkeit aus. Erst dann f\u00fchlte ich mich rundum zufrieden. Eigentlich denke ich war ich fertig mit dem was f\u00fcr mich zu tun war. Die Leiterin gab pl\u00f6tzlich Anweisung die S\u00e4ule nun zu vergr\u00f6\u00dfern. Das brachte mich auf mein Grundproblem zur\u00fcck und ich begann nun kompromissfreudig mein Tor immer mehr zu vergr\u00f6\u00dfern. Ich rief meine Erinnerung an Raphael wach und lie\u00df ihn mitsamt dem Tor immer gr\u00f6\u00dfer werden. Er sah sehr bedrohlich aus. Aber irgendwie konnte ich ihn nicht \u00fcber den Radius des Kreises ausbreiten. Ich dachte dar\u00fcber nach, was w\u00e4re, wenn ich wie Lightwolf vorher zu bedenken gegeben hatte, einem Wesen Zugang verschaffe, das in irgendeiner Form negativ wirken w\u00fcrde. \u201eNun gut, dann war das meine Aufgabe!\u201c erkl\u00e4rte ich mir selber. Ich l\u00f6ste das Tor irgendwie aus meinen \u201eKlauen\u201c und beschloss innerlich, dass es ohne mich weiter existieren w\u00fcrde. Vom Gef\u00fchl her steht es noch, wird sich aber von selbst schlie\u00dfen, unabh\u00e4ngig von mir. Kurz nachdem ich das erledigt hatte, beendete auch die Leiterin das Visualisieren und forderte alle auf, langsam zur\u00fcck zu kehren. Ich \u00f6ffnete als erster die Augen. Das erste was mir auffiel waren Tr\u00e4nen in meinem Gesicht. Ich versuchte verbissen herauszufinden, was diese Tr\u00e4nen bewirkt hatte, ob es vielleicht der Wind war. Konnte aber nichts finden, was vom Gef\u00fchl her schl\u00fcssig gewesen w\u00e4re. Als ich in die Runde schaute, stellte ich fest das auch die Leiterin Tr\u00e4nen im Gesicht hatte. Die anderen Leute nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mittlerweile war es hell geworden. Ich bekam die \u00fcbrigen 10 das erste mal bei Licht zu Gesicht. Es war keiner dabei, der so aussah als w\u00e4re er \u201eklar\u201c im Kopf. Eine der Teilnehmerinnen brach kurz darauf zusammen, was schnell die Realit\u00e4t wieder ins Leben zur\u00fcckrief. Ich lief ein bisschen herum und zitterte wie Espenlaub am ganzen K\u00f6rper. Sehr sonderbar, die ganze Zeit hatte ich von der K\u00e4lte nicht viel mitbekommen. Die Leiterin lie\u00df alle nochmals zusammenkommen und res\u00fcmierte \u00fcber die Arbeit. Die Frau mit dem Zusammenbruch sa\u00df bereits im Auto und ruhte sich aus. Die Leiterin erz\u00e4hlte von dem was sie wahrgenommen hatte (Lichts\u00e4ule) und noch ein paar andere begannen sich in die Erz\u00e4hlung einzuklinken. Ich war besch\u00e4mt, unsicher und hoffte das man mich nicht fragen w\u00fcrde. Ich f\u00fchlte mich nicht zugeh\u00f6rig und hatte bereits damit abgeschlossen, dass es nicht meines sei, als die Leiterin pl\u00f6tzlich fragte, ob jemand auf ein Feedback bekommen h\u00e4tte. Ich war erstaunt \u00fcber die verdutzten Blicke bei den \u00fcbrigen Leuten. Ohne lange zu \u00fcberlegen nickte ich aus einem inneren Impuls heraus und auf ihren fragenden Blick hin erkl\u00e4rte ich mit einem merkw\u00fcrdigen Unterton: \u201eEine ganze Menge.\u201c. Der Unterton machte mich sofort hellh\u00f6rig. Es klang weinerlich und bedr\u00fcckt, aber nicht aus den Empfindungen meines Erlebens heraus. Es passte irgendwie nicht und doch war es da. Sie hakte nach und bat mich mehr zu erz\u00e4hlen. Da merkte ich wie sicher ich mir dessen war, was ich tat. Ich erz\u00e4hlte allen das ich keine Lichts\u00e4ule h\u00e4tte wahrnehmen k\u00f6nnen, sondern eben ein Tor. Auch erz\u00e4hlte ich, dass ich nicht das Gef\u00fchl hatte, als w\u00e4re irgendwas zum Tor gekommen, sondern eben umgekehrt. Ich erz\u00e4hlte von den kleinen Toren, die sich \u00fcberall \u00f6ffneten. Ich sp\u00fcrte die Spannung, die sich aufbaute. Keiner war dabei, der in Frage stellte was ich erlebt hatte. Eher schien ich sie teilweise zu verwirren. F\u00fcr mich war dies ein wichtiger Schritt, denn ich l\u00f6ste mich aus dem Versteckspiel. Damit war das Treffen beendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zu Hause sank ich ersch\u00f6pft ins Bett und war den Tag \u00fcber kraftlos. Nachdem ich ein paar Stunden geschlafen hatte, rissen mich meine Tr\u00e4ume aus der Ruhe heraus. Im Traum sa\u00df ich mit meinem Vater in Ebersbach am Stra\u00dfenrand. Es war Silvester. Pl\u00f6tzlich hatten uns zwei kleine Jungen Blitzknaller vor die F\u00fc\u00dfe geworfen. Da ich sie nicht richtig sehen konnte, blieb ich sitzen und beide krachten direkt unter mir. Passend bin ich dann mit Kopfschmerzen und surrenden Ohren aufgewacht. Der Traum machte mich nachdenklich. Ich war \u00fcberzeugt, dass nichts Besonderes gewesen w\u00e4re und dennoch sagten auch die Tr\u00e4ume etwas anderes. Also erinnerte ich mich noch mal an die Erlebnisse und stellte fest, dass ich unbewusst sehr viel mehr wahrgenommen hatte, als ich es bewusst registrierte. Als ich die Tore gro\u00dffl\u00e4chig verteilte, erfasste mich eine Welle aus tiefem Schmerz und Trauer. Mit jedem Tor nahm ich mehr davon wahr, merkte es aber nicht, weil ich mich auf mein Gef\u00fchl der Zufriedenheit konzentrierte. Deshalb auch die weinerliche Stimme beim Wiedergeben des Feedbacks.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ansonsten gibt es keine negativen Auswirkungen. Die Tr\u00e4ume sind letzte Nacht zwar noch wirr gewesen, orientierten sich aber wieder an Ereignissen der Realit\u00e4t. Ich bin noch etwas schwach heute, aber bis morgen bin ich wieder topfit. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich im Mai wieder dabei sein werde. Dann allerdings nicht auf dem Teufelsberg, sondern in einem ehemaligen Frauen &#8211; KZ hier in Berlin. Bis dahin habe ich noch gen\u00fcgend Zeit, die Eindr\u00fccke an die rechten Stellen zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am gestrigen Morgen war ich zu einem Treffen mit ein paar anderen Leuten, um auf dem Teufelsberg ein sogenanntes Lichttor zu \u00f6ffnen. Ich war sehr aufgeregt, da ich schon im Vorfeld ahnte, welche Probleme mir das Hantieren in einer Gruppe machen w\u00fcrde. Ich vermied eine lange Vorbereitung \u2013 h\u00e4tte eh nichts gebracht. 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