{"id":316,"date":"2017-07-07T17:56:06","date_gmt":"2017-07-07T15:56:06","guid":{"rendered":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=316"},"modified":"2017-07-25T16:05:02","modified_gmt":"2017-07-25T14:05:02","slug":"7-tage-fasten-april-2016","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/?page_id=316","title":{"rendered":"7 Tage Fasten (April 2016)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Seit gestern Mittag faste ich. Ich habe mich entschieden, die Randbedingungen nicht so scharf zu definieren. D. h. es gibt Tee und 3 x t\u00e4glich eine Tasse Br\u00fche (Vorschlag von Cheffe). Ansonsten wird 3 x am Tag eine Stunde meditiert. Dabei probiere ich verschiedene Meditationen von Osho aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Hauptgrund f\u00fcr diese Fastenkur ist mein gef\u00fchlt schlechtes k\u00f6rperliches Befinden. Eine permanente Unruhe, viel und h\u00e4ufiges Essen und erste Signale, dass etwas nicht stimmt kamen zusammen. Mein Problem mit der Zahnwurzel hoffe ich wird durch das Fasten ebenfalls verbessert. Mein Hauptziel ist eine bessere Verbindung zu meinem K\u00f6rper. Alles zusammen f\u00fchrte dazu, dass ich diesmal eine sanftere Fastenmethode gew\u00e4hlt habe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-299\" src=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-1024x683.jpg\" alt=\"Logbuch\" width=\"648\" height=\"432\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-300x200.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M-768x512.jpg 768w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fotolia_104535168_M.jpg 1688w\" sizes=\"auto, (max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tag 1<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Heute Morgen kam ich besser in die G\u00e4nge als bef\u00fcrchtet. Der Kaffeeentzug l\u00e4sst sich sonst meist schon am ersten Morgen sp\u00fcrbar erkennen. Daf\u00fcr war die Meditation eine Tortur. Mit Meditieren hatte es nicht viel zu tun. Die Zeit verging \u00fcberhaupt nicht. In mir war eine starke Unruhe und ich merkte schon, dass ich im Moment zwischen den Seilen h\u00e4nge. Die Kr\u00e4fte lassen durchs Fasten und durch die Ruhe nach, w\u00e4hrend ein Teil von mir sich aber mit H\u00e4nden und F\u00fcssen dagegen wehrt, in die Tiefe abzutauchen. Darin lag wohl auch mein Problem, es beschreibt jedenfalls meine Schwierigkeiten hinreichend. Der Konflikt signalisiert mir aber auch, dass ich auf dem richtigen Weg bin.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tag 2<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Der gestrige Tag verlief ohne gro\u00dfe Probleme. Die Meditationen am Mittag und am Abend funktionierten sehr viel besser als am Morgen. F\u00fcr die K\u00f6rpermeditation hatte ich mir als Thema meine Zahnwurzeln vorgenommen. Das f\u00fchrte zur erstaunlichen Erkenntnis, dass meine bisherige Vermutung v\u00f6llig falsch war. Bisher hielt ich es f\u00fcr eine Art symbolische Auswirkung und sah es deshalb im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen meinen Eltern und mir. Doch jetzt zeigte sich ziemlich deutlich, die Intention ist eine ganz andere. Es ist das Offensichtliche, n\u00e4mlich meine Ern\u00e4hrung, die durch das Zahnproblem auf den Tisch kommt. Da ich andere Signale bisher nicht ernst nahm, trotzdem es schon seit l\u00e4ngerer Zeit immer wieder ein Gef\u00fchl gab, ich esse viel zu viel und zu oft, sah sich etwas in mir nur noch \u00fcber diesen radikalen Schritt in der Lage, mich am dauernden &#8222;Fressen&#8220; zu hindern. Dieses Thema ist auch noch nicht gekl\u00e4rt. Ich werde es in den kommenden Tagen noch einmal angehen. Ich habe zwar gestern schon ein Gef\u00fchl gefunden, was mir klar sagt, dass es genug ist, aber ich sch\u00e4tze, dass alleine gen\u00fcgt noch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Geschlafen habe ich ganz gut. Nur der Gestank im Zimmer heute fr\u00fch war nicht sch\u00f6n. Die Meditation war wieder genauso eine Qu\u00e4lerei wie am gestrigen Morgen. Au\u00dferdem schn\u00fcrte mir etwas die Luft ab, was auch nicht gerade f\u00f6rderlich war. Da die erste Meditation gl\u00fccklicherweise die K\u00f6rpermeditation war, nahm ich das gleich zum Anlass, mich damit zu befassen. Mir wurde klar, dass mein \u201eAbarbeiten\u201c offensichtlich nicht auf ungeteilten Zuspruch st\u00f6\u00dft. Stattdessen erzeugt es massiven Widerstand, der sich in Lustlosigkeit und Beklemmung niederschl\u00e4gt. Nach der Meditation begann ich dann damit Pausen zu machen. Also auf jede geplante Aktivit\u00e4t folgte eine Ruhepause. Einfach und doch wirkungsvoll, denn jetzt f\u00fchle ich mich viel besser und kann auch relativ leicht schreiben, was gestern noch nicht klappte. Das Wetter kommt mir auch entgegen, denn die Sonne scheint und es ist trocken. Besser als das Nieselwetter gestern. Mein k\u00f6rperliches Befinden ist sehr gut, solange ich nicht Anfange den Kreislauf gro\u00df zu Belasten. Es ist ruhig und friedlich in mir. Mal schauen, wie der Tag heute wird.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tag 3<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Der heutige Tag startete besser als die letzten beiden. Allgemein fiel mir gestern auf, dass ich sehr starr und leblos die Zeit abspule. Der esoterische Grundgedanke fehlt komplett. Dadurch fiel es mir immer noch schwer, die Meditationen von Osho mit vollem Ernst durchzuf\u00fchren. F\u00fcr heute steht deshalb auf dem Programm, das esoterische Denken st\u00e4rker einzubringen. Weiterhin ist mir aufgefallen, dass ich kein ruhiges Gef\u00fchl f\u00fcr die morgendliche Meditation bekomme. Deshalb habe ich den Plan etwas abgewandelt. Das Sonnengebet werde ich erst am Nachmittag durchf\u00fchren und die Aufstehzeit ist auf 6:30 Uhr verschoben. Das f\u00fchrte sofort zu mehr Ruhe im Gef\u00fchl und die Meditation heute fr\u00fch war kein Vergleich mehr zu den beiden Tagen davor. Zudem sp\u00fcre ich eine immer st\u00e4rker werdende Verbindung zu k\u00f6rperlichen Signalen. Das Fasten hilft mir sehr dabei, da der K\u00f6rper auf kleinste Unebenheiten sofort mit Unruhe reagiert. Ich bewege mich bewusst langsam, mache viele Pausen und versuche keinen Stress aufkommen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zum Thema Essen haben sich jetzt zwei wichtige Grundregeln f\u00fcr die Zukunft herauskristallisiert. Zum einen ist es das bewusst langsame Essen, was ich durch die Zahnwurzelentz\u00fcndung ja praktisch permanent machen musste. Das andere wird etwas schwieriger. Ich muss alles was ich esse vorher mit meinem Gef\u00fchl abstimmen. Ich werde ich den kommenden Tagen versuchen, das Gef\u00fchl direkt auf das Bed\u00fcrfnis zu lenken. Ob das gelingt, wei\u00df ich allerdings noch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">K\u00f6rperlich f\u00fchle ich mich matt, aber nicht schlecht. Nur bei k\u00f6rperlicher Anstrengung wechselt das Befinden sofort, regeneriert sich aber auch schnell wieder. Mir ist aufgefallen, dass mein Hungergef\u00fchl stark davon abh\u00e4ngt, was ich gerade tue. Beim Computerspielen taucht es quasi gar nicht auf. Beim Fernsehen wird es daf\u00fcr schnell lauter. Sicherlich auch, weil dort regelm\u00e4\u00dfig gegessen wird. Dann werde ich mich jetzt mal f\u00fcr einen kleinen Spaziergang r\u00fcsten. Die Sonne scheint n\u00e4mlich wieder.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tag 4<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Heute war es schon fast Routine. Das Aufstehen, Meditieren, \u2026 es lief unkompliziert und entspannt ab. Ich bin allerdings bei meiner verschobenen Weck-Zeit (6:30 Uhr) geblieben und das Sonnengebet entf\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gestern hatte ich an eine harte Nuss zu knacken. Ich fand mich pl\u00f6tzlich mitten in einem d\u00fcsteren und kraftraubenden Gef\u00fchl wieder. Dieses sagte mir, dass ich viel zu langsam auf meinem spirituellen Pfad unterwegs sei und das erzeugte eine tiefe Frustration und Lustlosigkeit. Diese Emotion ist nicht das Resultat des Fastens, sondern ich sp\u00fcre das schon sehr lange, konnte es aber bisher nicht einordnen. Durch das Fasten wurde es jetzt klarer. Hier muss ich noch einiges Ordnen. Im Moment bin ich soweit, dass ich mir sicher bin, es ist keine tats\u00e4chliche Feststellung, sondern beruht auf einem unklaren Selbstbild. Mal wieder haben mich die \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse in eine chaotische Verwirrung gest\u00fcrzt. Ich habe von Leuten gelesen, die sich vollst\u00e4ndig auf den Pfad der Magie begeben haben. Ich habe von Leuten gelesen, die Tagelang oder allgemein viel mehr meditieren als ich. Ich habe von Dingen gelesen, die man erreichen m\u00fcsse und wenn ich das mit meinem Stand vergleiche, dann frustriert das nur noch mehr. Es ist mal wieder wie beim Sport, bei dem es um Leistung geht und diese \u00fcber den Vergleich mit anderen bewertbar wird. Es f\u00fchrt mich unweigerlich dazu, mein ganzes Leben in Frage zu stellen. Vor allen Dingen die Arbeit, da sie energetisch gesehen den Hauptbestandteil ausmacht. Der Schl\u00fcssel ist wohl das Vertrauen in meinen eigenen Weg wieder hervorzurufen. Das habe ich mir f\u00fcr heute vorgenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Spazierg\u00e4nge haben mich ebenfalls auf ein Thema gesto\u00dfen. Um den Wei\u00dfensee herum, wenn ich morgens dort entlanglaufe, sehe ich fast ausschlie\u00dflich Jogger. Menschen die sich abrackern und ihren K\u00f6rper trainieren. Das f\u00fchrte mich zu einer grunds\u00e4tzlichen \u00dcberlegung und einem Gespr\u00e4ch mit meinem K\u00f6rper.<br \/>\nAlle sportlichen Aktivit\u00e4ten haben bei mir mit Zielen zu tun. Habe ich ein bestimmtes Ziel und brauche ich daf\u00fcr mehr Fitness, ist auch die Motivation da mich zu belasten. Doch sportliche Ziele habe ich im Moment keine. W\u00fcrde ich also Trainieren, was auch immer, w\u00e4re das in meinen Augen vergeudete Energie, denn ich brauche das Mehr an Kondition und Kraft nicht. Ich brauche aber Gesundheit und da geht es um viele Themen, die eine Rolle spielen. Eines ist die Ern\u00e4hrung, um die es im Moment ja gerade verst\u00e4rkt geht. Ein anderes ist die Bewegung, was f\u00fcr mich bedeutet h\u00e4ufiger zu Fu\u00df zu gehen und m\u00f6glichst viel ohne Hilfsmittel zu tun. Auch der Garten von uns ist perfekt, denn dadurch bewege ich mich an den Tagen deutlich mehr und kann den K\u00f6rper nach eigenem Ermessen belasten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die K\u00f6rpermeditation hat gestern zwei neue Aspekte zu Tage gef\u00fchrt. Bei einem Gespr\u00e4ch mit meiner Lunge kam von ihr die Bitte, mich st\u00e4rker abzugrenzen. Sie zeigte mir eine Art Schutzkreis, den ich um mich ziehen soll, um dadurch mehr Luft zu bekommen. Auf meine Frage hin, ob ich das wirklich hinbekomme, wirkte sie sehr zuversichtlich. Das werde ich aber erst nach dem Fasten angehen k\u00f6nnen. Im Moment gibt\u2019s ja nichts zu abgrenzen.<br \/>\nDas zweite Thema hat mit meinen Aphten zu tun. Diese hatte ich mir als Problem f\u00fcr die Meditation vorgenommen und wurde nicht entt\u00e4uscht. Quintessenz des Gespr\u00e4chs mit dem Teil von mir, der die Aphten \u201eheraufbeschw\u00f6rt\u201c ist, um es mal mit seinen Worten auszudr\u00fccken: \u201eDu w\u00fcrdest es nicht mal merken, wenn Du Dich vergiftest!\u201c. Ich wusste gleich was er meint, denn das Gef\u00fchl hat mich in den letzten Jahren immer wieder mal beschlichen. Vor allen Dingen in Bezug auf die Symptome. Ich bin oft wie ein M\u00fcllschlucker, der ohne vorher zu pr\u00fcfen, alles in sich hineinkippt, blind vertrauend, dass es in Ordnung ist. Der Teil von mir hat mich aufgefordert, alles zu pr\u00fcfen, bevor ich es Esse oder Trinke. Ich solle mir als erstes die Frage stellen, ob mir das guttut oder nicht. Es ist ganz witzig, dass ich h\u00e4ufiger beim Ausbruch von Aphten ein Gef\u00fchl im Mund hatte, als w\u00e4re etwas giftig gewesen bzw. als w\u00e4re etwas in meinem Mund gerade giftig. F\u00fcr heute habe ich mir das Thema R\u00fccken vorgenommen. Jetzt geht\u2019s aber erstmal spazieren.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Der Spaziergang<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">\u2026 verlief leichtf\u00fc\u00dfiger als die Tage davor. Anfangs traute ich dem Frieden noch nicht so wirklich, aber auf dem R\u00fcckweg konnte ich einen relativ z\u00fcgigen Schritt hinlegen, ohne Probleme dabei zu haben. Interessanter war aber, dass ich mich unterwegs mit der Frage befasste, worin wohl meine Ziele best\u00fcnden. Daraufhin tauchte mit einem Mal eine enorme sich dunkel anf\u00fchlende Kraft in mir auf, die sich mir als mein Lebensziel vorstellte. Das machte mich nat\u00fcrlich erstmal skeptisch, doch nach einigen Wortwechseln legte sich meine Abwehrhaltung auf. Im Folgenden versuche ich zusammenzutragen, was wir besprochen haben.<\/p>\n<table  class=\" table table-hover\" >\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Warum f\u00fchlst Du Dich so dunkel an?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Ich bin Bewusstheit und Wahrheit zugleich. Deine \u00c4ngste und Dein Noch-Nicht-Wissen lassen mich deshalb Dunkel erscheinen. Ich bin nicht dunkel!<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Warum habe ich im Moment solche Probleme? Ich denke mehr meditieren zu m\u00fcssen zum Beispiel. Was meinst Du dazu?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Auch wenn sich die Ans\u00e4tze \u00e4hneln und das Ziel gleich sein mag, so ist es doch ein ganz anderer Weg. Alle wollen \u00fcbers Meer fahren. Doch es gibt viele Schiffe und nicht nur eins. Du gehst einen ganz eigenen Weg, das wei\u00dft Du auch. Das macht Dich aus, ist Deine Kraft und Deine Besonderheit. Vertraue darauf!<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Was ist mit meinem K\u00f6rper?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Der K\u00f6rper ist ein Spiegel deines innerem. Alles was Dich an ihm st\u00f6rt, steht stellvertretend f\u00fcr etwas in Dir, was Dich st\u00f6rt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Was ist zum Beispiel mit meinem Bauch?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Er st\u00f6rt Dich, weil Du Dich faul f\u00fchlst. Der Bauch ist symbolisch daf\u00fcr, deshalb hast Du ihn auch.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Bin ich denn faul?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Das liegt nicht in meinem Ermessen, sondern in Deinem.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Wie ist das denn in Zukunft mit dem Essen? Darf ich zum Beispiel keinen D\u00f6ner mehr anfassen?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Du darfst weiterhin alles essen, was Du magst, aber achte auf Dein Gef\u00fchl. Dein Wesen ist Disziplin und so solltest Du auch die Nahrung w\u00e4hlen. Nimm Dir als Grundregel \u201eNur eine S\u00fcnde am Tag!\u201c.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Was bedeutet das?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Nun, wenn Du einen D\u00f6ner essen m\u00f6chtest, tu das, aber dann an diesem Tag keine Schokolade und kein Kuchen mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Was ist mit den Dingen, die ich sonst esse?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Die sind alle in Ordnung so. Horche einfach mehr in Dich hinein und Du wirst es sp\u00fcren, wenn Du die Linie \u00fcberschreitest.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Was ist mit Kaffee?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Der Kaffee ist kein Problem, nur die Art wie Du ihn trinkst. Mach es Dir zur Gewohnheit, den Kaffee bewusst sehr langsam zu trinken und auf ihn w\u00e4hrenddessen zu achten.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Bewusstheit \u2026 da f\u00e4llt mir noch ein, dass ich mich versuche, viele Dinge im Alltag bei voller Bewusstheit zu tun. Aber es funktioniert nur schwerlich bzw. ist sehr anstrengend.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Das solltest Du lassen. Du versuchst einen Sprung zu machen, der nicht m\u00f6glich ist. Die Dinge brauchen Zeit und viel Geduld. Mein Vorschlag: Mache es hin und wieder als Meditation, aber halte es aus anderen Bereichen fern.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Ich versuche morgendlich das Sonnengebet zu machen. Jetzt beim Fasten str\u00e4ubt sich alles dagegen und auch mein Gef\u00fchl dazu schwindet schon wieder. Ich verzweifle ein wenig daran. Was ist denn nun richtig?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Wieso willst Du etwas Fremdes benutzen, wenn Du doch l\u00e4ngst etwas Eigenes hast?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Du meinst die Bewegungen der Stille?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Ja. Die Bewegungen kommen aus Deiner Mitte. Was sollte besser sein als das?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>So hatte ich das noch nicht betrachtet. Ich werde es mal damit versuchen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Ich habe au\u00dferdem das Gef\u00fchl, als w\u00e4re ich zu langsam? Mache ich zu wenig? Hast Du da einen Tipp f\u00fcr mich?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Du bist nicht zu langsam. Du \u00fcbersiehst nur gerade, dass Dein Alltag Bestandteil Deines Weges ist. Das einzige, was ich Dir raten m\u00f6chte ist, f\u00fchre Deine Gedanken immer zu Ende.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Du meinst, wenn ich nach Hause komme und keine Lust mehr habe, mich weiter mit einem Thema zu befassen?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Ja, das meine ich.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Und woran merke ich, dass es zu Ende gedacht ist?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Du merkst es daran, dass es nicht weitergeht. Es steht oder dreht sich im Kreis. Dann ist es genug.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Sollte ich wieder mehr aufschreiben?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ziel<\/td>\n<td>Ja, das solltest Du tun. Tausche hin und wieder Meditation gegen Tagebuch und schreibe Deine Gedanken auf, die Dich besch\u00e4ftigen, auch Banalit\u00e4ten. Sie w\u00fcrden Dich eh an Deiner Meditation hindern. Schreibe bis Du leer bist und alles ist stimmig.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich<\/td>\n<td>Danke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-227\" src=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FastenKlein.jpg\" alt=\"\" width=\"975\" height=\"488\" srcset=\"http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FastenKlein.jpg 975w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FastenKlein-300x150.jpg 300w, http:\/\/avnas-meditationsgruppe.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/FastenKlein-768x384.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 975px) 100vw, 975px\" \/><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tag 5<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Das Tagebuchschreiben gestern vor der zweiten Meditation hat mich so ersch\u00f6pft, dass ich die ganze gef\u00fchrte Reise fast nur geschlafen habe. Trotz gr\u00f6\u00dfter Bem\u00fchungen konnte ich nicht wach bleiben und wenn ich wach war, konnte ich nichts Greifbares finden. Deshalb musste das Thema R\u00fccken auf heute warten. Eventuell war es einfach zu viel und noch ein neues Thema h\u00e4tte ich gar nicht aufnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Meditation am Abend (Nataraj-Meditation) hat daf\u00fcr sehr viel Spa\u00df gemacht und f\u00fchlte sich sehr gut an. \u00c4hnlich verhielt es sich bisher mit der Oshos Kundalini-Meditation und der Gourishankar-Meditation. Die ersten beiden sind mit Tanz kombiniert, was mir trotz der indischen Musik lag. Die CDs sind perfekt bis zu Ende gedacht. Ich brauche keine Uhr und die Musik passt sehr gut zu den Themen. Immer wieder habe ich dabei auch merkw\u00fcrdige Erlebnisse. Die Kundalini-Meditation f\u00fchrte zu einem pl\u00f6tzlichen starken Duft von R\u00e4ucherst\u00e4bchen, der so eindringlich war, dass ich eine Weile brauchte, bis ich merkte, dass es aus meinem Kopf kam. Gestern f\u00fchrte die Meditation dazu, dass unterschiedliche Pers\u00f6nlichkeitsteile von mir \u00fcbernahmen. Erst tauchte Jana D. auf, was nicht \u00fcberraschte, weil ausgelassenes Tanzen hat uns damals sehr verbunden. Sp\u00e4ter wanderte ich dann wahllos durch eigene Ideen. Immer ver\u00e4nderte sich das Tanzen. Sobald ich damit aufh\u00f6rte, dauerte es nicht lange und es kam wieder ein neuer hervor. Das war sehr lustig und faszinierend zu gleich.<br \/>\nAnschlie\u00dfend setzte ich mich 20 Minuten in Stille hin. Nach einigen Minuten hatte ich pl\u00f6tzlich ein Bild bzw. ich fand mich in diesem wieder. Es war ein enger Raum oder besser gesagt irgendwas Geschlossenes und Enges, denn ein wirklicher Raum war es nicht. Oben gab es \u00d6ffnungen, durch die eine Menge widerliches Zeug in den Raum reingepresst wurde. Ekeliger Kram und unglaublich viel auf einmal. Manchmal sah es so aus, als w\u00fcrde alles verstopft, so viel kam da rein. Erst war ich dar\u00fcber etwas verdutzt, doch dann begriff ich, dass ich mich gerade sinnbildlich in meinem Magen befand und das Bild mir zeigte, was an meinen Essgewohnheiten nicht stimmt. Das war etwas ern\u00fcchternd.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Heute geht es mir k\u00f6rperlich etwas schlechter, aber nicht schlimm. Ich habe wie gestern empfohlen, ein paar Bewegungen der Stille gemacht, die mich aber schnell wieder in das Gef\u00fchl der k\u00f6rperlichen \u00dcberforderung trieben. Daf\u00fcr scheint keine Kraft da zu sein. Dennoch werde ich versuchen, diese fest zu integrieren. Ich denke, das ist machbar. Die K\u00f6rpermeditation anschlie\u00dfend lief wieder besser und brachte ein paar neue Erkenntnisse. Als ersten sprach ich mit meinem R\u00fccken. Eigentlich wollte ich mit meinen Nieren sprechen und war erst etwas verwirrt, weil sie so ein sonderbares Gef\u00fchl vermittelten, als w\u00e4re irgendwas \u00fcberhaupt nicht in Ordnung. Auf die Frage hin, was ich f\u00fcr sie tun kann, gaben sie mir zur Antwort ich solle ihnen regelm\u00e4\u00dfig von au\u00dfen Energie und W\u00e4rme geben. Mich \u00fcberraschte dabei, dass nichts zum Thema Ern\u00e4hrung kam und sie scheinbar auch keinen Bezug dazu hatten. Es dauerte etwas bis ich bemerkte, dass meine Anatomiekenntnisse mich etwas fehlgeleitet haben. Ich war nicht bei den Nieren, sondern beim unteren R\u00fccken und der hat ja tats\u00e4chlich Probleme. Ich habe daraus schon mal mitgenommen, ihm ab jetzt regelm\u00e4\u00dfig mit W\u00e4rme und zus\u00e4tzlicher Energie zu versorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Anschlie\u00dfend folgte ein kurzes Gespr\u00e4ch mit dem ganzen K\u00f6rper. Der gab mir zu verstehen, dass ich versuchen solle freundlicher ihm gegen\u00fcber zu sein. Das konnte ich sofort einordnen, da ich mich damit eh schon seit einigen Wochen befasse. Meine r\u00fccksichtslose und ignorante Art passt so jetzt nicht mehr. Mal schauen, wie ich das zur festen Gewohnheit machen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Im dritten Teil ging es schlie\u00dflich erneut um den R\u00fccken und dann aber verst\u00e4rkt um die schwankenden R\u00fcckenschmerzen. Es fand sich \u00fcberraschend leicht sofort ein Teil von mir, der in fester Verbindung zu dem Zentrum des R\u00fcckenproblems stand. Ich sah, dass er das steuert und fragte ihn, warum er dies t\u00e4te. Er entgegnete, dass er mich nur so unter Kontrolle h\u00e4tte. Als ich weiter nachhakte, zeigte er mir die Weite und erkl\u00e4rte, dass er versucht zu verhindern, dass ich auf einer Stelle \u201eerstarre\u201c. Er will mich in Bewegung halten, w\u00e4hrend ich dazu neige mich immer weniger zu bewegen. Deshalb tauchen die Schmerzen auch immer dann auf, wenn ich mich wenig bewege. Computer, Fernsehen, Bett \u2026 die drei Orte, an denen ich am h\u00e4ufigsten bin. Er meint, ich solle versuchen mehr Bewegung in mein Leben zu bringen. Es bedeutet nicht zwangsl\u00e4ufig, mehr zu unternehmen. Es bedeutet nur mehr Aktivit\u00e4t. Da fehlt mir im Moment noch eine klarere Vorstellung, wie ich das praktisch umsetzen soll. Zumindest verstehe ich dann ab jetzt die Signale. Ist ja auch schon mal was. Jetzt gehe ich wieder meinen gewohnten Spaziergang zu den Leistungssportlern. Die Sonne scheint, was es nat\u00fcrlich viel angenehmer macht.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Spaziergang<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Beim Spaziergang besch\u00e4ftigte ich mich nochmals mit dem Thema Ern\u00e4hrung. Bisher traute ich mich nicht so recht ran, weil ich bef\u00fcrchtete, dass es Hunger ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. Genauer genommen wollte ich die innere Gier beim Essen unter die Lupe nehmen. Das ist ein Thema, was ich schon als Kind markant mit mir herumtrug. Im Kindergarten t\u00f6nte mein Kumpel Maik regelm\u00e4\u00dfig beim Mittagessen: \u201eDer Pitro stopft schon wieder!\u201c und zu Hause erinnere ich mich an einige Male, da ich wegen meines Schlingens rausgeflogen bin. In den Jahren habe ich es versucht zu kultivieren, indem ich mich von au\u00dfen zwang langsamer zu essen, was auch etwas half. Der innere Zwang, die Kraft dahinter, hat sich keinen Millimeter dadurch bewegt. W\u00fcrde ich die Kontrolle l\u00f6sen, ich fr\u00e4\u00dfe wieder wie ein Scheunendrescher. Dadurch wird es schwer werden, bewusster zu essen, denn auch wenn ich langsamer esse oder trinke, innerlich ist dabei helle Aufruhr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die erste Idee war, es hat etwas mit meinem zwanghaften Bed\u00fcrfnis nach Aufmerksamkeit zu tun. Das passte aber nicht, zumal sich das sehr stark ver\u00e4ndert hat und das Essen wie schon festgestellt \u00fcberhaupt nicht. Dann kam mir der Gedanke, dass es einfach eine urspr\u00fcngliche Kraft ist und es lediglich darum geht, sie im Zaum zu halten. Da kamen mir aber schnell die Affen im Zoo in Erinnerung, die ich schon h\u00e4ufiger beim Essen beobachtet habe. Sie schlingen \u00fcberhaupt nicht. Lediglich beim Kampf um die Nahrung geht\u2019s manchmal hektisch zu, aber wenn sie es einmal haben, speisen sie eher gem\u00fctlich. Wenn man mich als Kind ins Gehege setzen w\u00fcrde, w\u00e4re ich wohl das Tier.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Also musste es etwas anderes sein. Vielleicht doch eine Kante in meiner Entwicklung? Ich wanderte in Gedanken zur\u00fcck in die Zeit vor meiner Geburt. Das Gef\u00fchl war weg. Als ich etwas vorspulte, tauchte es fast unmittelbar nach der Geburt auf. Beim n\u00e4heren betrachten merkte ich, dass es gro\u00dfer Hunger war, den ich da versp\u00fcrt haben musste. Den konnte ich pl\u00f6tzlich ganz deutlich sp\u00fcren und auch die Panik, nichts bzw. nicht genug zu bekommen. Genau das ist mein Gef\u00fchl, was mich auch heute noch beim Essen antreibt. Mir fiel ein, dass meine Mutter mir mal erz\u00e4hlt hat, dass man damals als feste Regel vorgab, die Kinder schreien zu lassen und nur in bestimmten Zeitabst\u00e4nden zu f\u00fcttern. Sie erz\u00e4hlte mir auch, dass ich solange schrie, bis sie irgendwann aufgegeben hat. Heute ist das nat\u00fcrlich Unsinn, aber damals war es halt Stand der Wissenschaft. Mit dieser Einsicht, der Erinnerung und der Gewissheit, dass ich heute ja selbst bestimmen kann, wann ich was esse, l\u00f6ste sich das Gef\u00fchl vollst\u00e4ndig auf. Pl\u00f6tzlich kann ich in Gedanken Nudeln essen, ohne das Bed\u00fcrfnis zu haben, sie reinzustopfen als g\u00e4be es kein Morgen. Nat\u00fcrlich gibt\u2019s noch andere Zw\u00e4nge in diesem Zusammenhang, aber das war ein wichtiger. Da bin ich sicher.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Am Nachmittag kam dann Milli zu mir, die bis Mittwoch bei uns sein wird. Das war nochmal eine harte Probe, denn sie brachte mir ein St\u00fcck Kuchen mit und verk\u00fcndete, dass sie f\u00fcr morgen noch einen gebackenen Kuchen f\u00fcr die Schule br\u00e4uchte. Also gingen wir einkaufen und backten Kuchen. Das war definitiv nochmal eine andere Hausnummer! Alleine zu Hause, ohne Essen um mich herum, ist es ganz gut zu managen. So war es schon nicht mehr so leicht. Aber geschafft!<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Tag 6<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">Der heutige Tag l\u00e4uft bisher nicht so toll. Da Milli fr\u00fch zur Schule muss, bin ich fr\u00fcher aufgestanden und habe die K\u00f6rpermeditation gemacht. Die klappte aber nur zum Teil. Im Nachhinein ist mir jetzt klar, dass es nicht funktionieren konnte. Innerlich lief ich schon wieder auf einer anderen Geschwindigkeit. Vor allen Dingen morgens, wenn ich verantwortlich bin, dass Milli p\u00fcnktlich ankommt und alles dabeihat, was sie braucht. F\u00fcr morgen folgt daraus, dass ich die K\u00f6rpermeditation nicht wie geplant durchf\u00fchren werde, sondern nur eine einfache \u00fcbliche Meditation am Morgen durchf\u00fchre. Genug, um einen sch\u00f6nen Abschluss f\u00fcr die Zeit zu finden und mich auf die h\u00f6here Geschwindigkeit einzustimmen. Wahrscheinlich sage ich die Meditationsgruppe dann morgen ab und werde stattdessen am Nachmittag die letzte K\u00f6rpermeditation durchf\u00fchren. Dann ist es eh interessant zu sehen, wie der K\u00f6rper sich nach Arbeit und Obst anf\u00fchlen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Seit heute Morgen begleitet mich eine wachsende Traurigkeit, die vermutlich damit zu tun hat, dass ein Abschnitt zu Ende geht und morgen wieder der Alltag beginnt. Das Gef\u00fchl kenne ich bereits, weil es regelm\u00e4\u00dfig auftaucht. Ich brauche mich nicht gro\u00df darum zu k\u00fcmmern. Es wird alleine wieder verschwinden. Im Moment st\u00f6rt es mich nicht weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Trotz des tr\u00e4gen Anlaufs heute, gab es ein paar k\u00f6rperliche Themen. Als erstes reiste ich zur Blase und fragte sie nach ihrem Befinden und ob ich etwas \u00e4ndern solle. Sie signalisierte mir, es sei alles ok und ich m\u00fcsse nichts tun. Na das war ja mal eine Message! Danach reiste ich zum zweiten Mal zu den Nieren, diesmal aber wirklich. Sie machte mir eine ganz klare Ansage: Ich solle \u00fcberhaupt keinen Kaffee mehr trinken und falls doch, nur sehr wenig. Ich konnte auch sp\u00fcren, wie schwer der Kaffee ihnen zu schaffen macht. Das muss ich erstmal noch sortieren. Da ich diese Woche eh noch keinen Kaffee trinken werde, bleibt daf\u00fcr noch etwas Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hauptthema sollte eigentlich mein Asthma sein. Hier kam ich etwas durcheinander, weil ich mittendrin merkte, dass es ja verschiedene Ausl\u00f6ser gibt. Der erste ist die Allergie, der zweite ist hohe k\u00f6rperliche Belastung und der dritte taucht manchmal am Wochenende einfach so auf. Da es heute Morgen nicht so gut funktionierte, befasste ich mich erstmal mit Variante 1. Hier erkl\u00e4rte mir der Teil nur, dass er mich \u00fcber das Asthma davon abhalten will, meinen K\u00f6rper zu \u00fcberlasten. Danach gingen mir die Kr\u00e4fte aus. Bei dieser Aussage bleibt es also erstmal. Mal schauen, was der letzte Tag und der halbe morgen f\u00fcr mich bereithalten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Eine Woche sp\u00e4ter<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Verwirrung<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Fastenkur hat ihre Spuren hinterlassen. Ich f\u00fchle mich seither kraftlos, bin beim Meditieren eher demotiviert und irgendwie zerbr\u00f6seln auch die Einsichten mit jedem weiteren Tag mehr und mehr. Das Bild mit dem ich aus den intensiven Tagen des Nicht-Essens und viel Meditierens aufgebrochen bin, passt irgendwie \u00fcberhaupt nicht auf mich. So zumindest f\u00fchlt es sich die ganze Zeit an und das sorgt f\u00fcr ein defizit\u00e4res Ich-Bin-Gef\u00fchl. Ich finde mich quasi selbst nicht mehr in mir wieder und der Bezug zu meinem Leben geht damit auch verloren. So ganz verstehe ich es allerdings noch nicht. Wieso passen die in der Fastenzeit als sicher empfundenen Erkenntnisse pl\u00f6tzlich gar nicht auf das heute? Es ist, als w\u00e4re ich zwei verschiedene Personen, wo die eine der anderen einen Masterplan aufgestellt hat, der ihr aber \u00fcberhaupt nicht passt. Wobei \u201epassen\u201c nicht das richtige Wort zu sein scheint. Besser w\u00e4re zu sagen, dass ich dazu kein Gef\u00fchl mehr habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Unschl\u00fcssig bin ich mir im Moment auch dar\u00fcber, ob mein Zustand tats\u00e4chlich das Ergebnis des Fastens ist oder ob das Darben lediglich dazu f\u00fchrte, dass meine innere Verwirrung in Bezug auf Gesundheit und Ern\u00e4hrung lediglich nach au\u00dfen gebracht wurde. Ein bisschen beschleicht mich n\u00e4mlich auch langsam das Gef\u00fchl, dass ich mit der klaren Ma\u00dfgabe ins Fasten gestartet bin, auf jeden Fall gro\u00dfe Probleme zu finden und ich mich durch diese Grundhaltung der m\u00f6glichen Einsicht, dass alles gar nicht so schlimm ist, v\u00f6llig versperrt habe. Das w\u00fcrde auch erkl\u00e4ren, warum meine innere Haltung jetzt eine ganz andere ist. Das Gef\u00fchl der \u201eNotwendigkeit\u201c fehlt schlichtweg. Der K\u00f6rper f\u00fchlt sich ruhig und entspannt an \u2026 bis auf die Z\u00e4hne. Es bliebe nat\u00fcrlich trotzdem Erkenntnisse aus den 7 Tagen h\u00e4ngen, aber sie sind vielleicht nicht so \u00fcberlebenswichtig, sondern vielmehr als positive Einflussnahme anzusehen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Z\u00e4hne<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Leider ist das Thema noch immer nicht durch. Letzte Woche wurde einer der beiden Problemz\u00e4hne etwas heruntergeschliffen, so dass ich nicht st\u00e4ndig dran sto\u00dfe. Doch wirklich Ruhe kommt halt nicht rein. Beide Z\u00e4hne sind weiterhin sehr empfindlich gegen Druck und K\u00e4lte. Aus der gef\u00fchrten Meditation nach Osho kam ja hervor, dass diese Symptome letztlich eine innere Schutzhaltung seien, auf die ich am besten h\u00f6re. So ganz passte das aber die ganze Zeit nicht zusammen, denn solche inneren Schutzhaltungen kenne ich etliche, doch die Herangehensweise war immer eine andere. Es ist einfach nicht rund. Die inneren Teile geh\u00f6ren ja ebenso zu mir, wie die \u00e4u\u00dferen bzw. die unbewussten ebenso wie die bewussten. Es sind meine Grundgedanken, die sich in den unbewussten Sichtweisen wiederfinden. Wenn die Zahnprobleme tats\u00e4chlich durch einen inneren Teil forciert werden, dann bin letztlich ja ich dieser innere Teil. Es sind meine Gedanken, meine \u201eWeisheit\u201c, die sich darin manifestieren. Nicht \u201eEr\u201c will mich dadurch lenken sondern \u201eIch\u201c, wenn auch unbewusst. Was f\u00fcr ein Problem habe ich denn nun, dass ich die Entz\u00fcndung kultiviere?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Als erstes f\u00e4llt mir da eine aggressive Haltung gegen\u00fcber meiner Ern\u00e4hrung auf. Ich verurteile sie und zwar blind, denn es basiert nicht auf einer klaren Einsicht, sondern entspringt einer hysterischen Planlosigkeit. Viele Meinungen, viele Ans\u00e4tze und doch fehlt jeglicher Bezug zu mir selbst dabei. Dieses Chaos ist aber definitiv nicht durchs Fasten entstanden. Ich bin nur mit gro\u00dfen Schritten mitten hineinmarschiert. Die Zahnprobleme sind ja auch nicht schlimmer geworden, sondern eher stabil bzw. sogar deutlich schw\u00e4cher als vor dem Fasten. Aber eben auch nicht weg und wenn ich mich in mich hineinversetze, w\u00fcrde ich sofort zu der Grundhaltung tendieren, dass ich mir selbst nicht vertraue und deshalb lieber \u00fcber die Entz\u00fcndung die F\u00e4den in der Hand halte. So stelle ich meine Aufmerksamkeit sicher \u2026 der K\u00f6rper bleibt im Fokus.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Packe ich alles zusammen und setze die Grundprinzipien an, so komme ich zu einer urs\u00e4chlichen \u00dcberlegung. Wieso maltr\u00e4tiere ich mich selbst mit Regeln und Vorschriften? Wer gibt mir das Recht dazu \u00fcber mich und mein Schicksal zu bestimmen? Warum sind Appetit und Nicht-Appetit per se falsch? Warum gilt f\u00fcr den K\u00f6rper etwas anderes als f\u00fcr den Geist? Diese Fragen muss ich mir selbst stellen, denn es sind letztlich meine eigenen Regeln, denen ich mich hier unterwerfe. Ich denke, ich muss vertrauen in meinen eigenen Appetit finden. Anstatt permanent dar\u00fcber zu sinnieren, ob etwas gerade gut f\u00fcr mich ist oder nicht, sollte ich vielleicht mehr nach einem Bed\u00fcrfnis suchen und mich dann darauf auch einlassen. Selbst wenn es dann eben die Bratwurst am Stra\u00dfenrand oder das Eis um die Ecke ist. Die eigentlichen Fragen lauten somit: Wieso sollte ich aus mir selbst heraus nicht automatisch das richtige f\u00fcr mich erkennen k\u00f6nnen? Warum muss etwas so Leichtes wie Essen so unsagbar kompliziert und umst\u00e4ndlich sein? Warum ist vieles so einfach und gerade das so schwer? Lebe ich tats\u00e4chlich gl\u00fccklicher, wenn ich mir st\u00e4ndig Grenzen stecke, die sich nur vermutlich positiv auf mich auswirken werden? Ich glaube, hier versuche ich mal wieder mit dem Kopf etwas Unl\u00f6sbares zu schaffen, n\u00e4mlich mich als Ganzes zu erfassen und zu wissen, wie das eine mit dem anderen zusammenh\u00e4ngt. Das ist schlichtweg nicht m\u00f6glich und so stochere ich blind im Getriebe herum, was dem K\u00f6rper wohl eher schadet als n\u00fctzt, denn so kann er mir nicht auf direktem Weg signalisieren, was er gerade braucht und was nicht. Das klingt jetzt alles irgendwie mehr nach einer L\u00f6sung und ich bekomme allm\u00e4hlich wieder ein Grundgef\u00fchl dazu. Mal schauen, wie es sich in den n\u00e4chsten Tagen etabliert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit gestern Mittag faste ich. Ich habe mich entschieden, die Randbedingungen nicht so scharf zu definieren. 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